Meta

Noteinsatz der Ameisenwehr

23. Oktober
Alarm! Kalle setzt seinen Einsatzhelm auf, schnappt sich eine Axt und flitzt zum Ameisenwehr-Mobil, das in Form von Drahtesel Rosinante plus Fahrrad-Kinderanhänger bereitsteht. Ich werfe mir einen Elmex-Kaugummi ein und gebe Rosinante die Sporen. Es ist 4 Uhr früh und mit Kalles gejohltem „Tatü-Tata“ jagen wir durch die Straßen und über rote Ampeln.

Am Einsatzort angekommen klettern wir am stöhnenden Regenrohr hoch in den ersten Stock. Angstschreie. Kalle schlägt mit der Axt kurzerhand die Scheibe ein. Drinnen krabbeln vier junge Männer panisch über den Teppich und versuchen, sich auf die Couch zu retten. „Ameisen, überall Ameisen!“ schreit einer. Die einzigen Kriechtiere, die wir erblicken, sind diese halluzinierenden Typen. Auf dem Ikea-Tischchen in der Mitte liegen kleine Tütchen mit bewusstseinserweiternden Mitteln und große Tütchen, die mal voller Chips waren.

„Juhu, ein Ameisenbär!“ ruft einer und alle vier kommen angekrabbelt, um Kalle bananenbreit anzugrinsen. Der spielt mit und tut so, als würde er die Heerscharen von Ameisen im Zimmer aufschlürfen. Als wir nach getaner Arbeit gehen, sinken die Strahlemänner erleichtert wieder in die Sofas und schauen weiter „Cheech & Chong“.

Comments are closed.